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31.07.2020, 13:54 Uhr
CDU im Gespräch mit Dr. Jens Mayer
Bewerber um Bundestagsmandat stellt sich vor

Auf Einladung des Stadtverbandsvorsitzenden Manuel Häußer war der Bewerber um das Bundestagsmandat der CDU im Wahlkreis Backnang/Schwäbisch Gmünd, der Mutlanger Chirurg Dr. Jens Mayer, zu Gast in Backnang. Er nutze die Gelegenheit, sich den vielen anwesenden Mitgliedern vorzustellen und seine politischen Positionen darzulegen. Außerdem erläuterte er seine Wahlkampfstrategie und betonte, im Wahlkampf klar das Profil der CDU gegenüber den anderen Parteien darstellen zu wollen.

Dr. Jens Mayer bei seinem Besuch in Backnang.

Der 52 jährige Mutlanger stammt aus Grafenberg und ist seit seiner Jugend in Junger Union und CDU aktiv, unter anderem als JU Kreisvorsitzender in Reutlingen oder langjähriger Beisitzer im CDU Bezirksverband Südwürttemberg. Praktische politische Erfahrung hat er zudem beispielsweise als Kandidat für das Europaparlament sowie auf Kreis- und Gemeindeebene. Aktuell ist er Fraktions-und Ortsverbandsvorsitzender der CDU in Mutlangen sowie stellvertretender Bürgermeister. Beruflich ist der Chirurg mit Schwerpunkt Krebsbehandlung seit 2009 als Chefarzt für die Allgemein- und Viszeralchirurgie in Mutlangen verantwortlich. Er ist mit einer Chirurgin verheiratet und hat zwei Söhne.

Politisch ist sein Kompass die christliche Sozialethik, die er auch als wichtigsten Grundpfeiler der CDU sieht und deren prominentester Vertreter Bundeskanzlerin Dr. Merkel ist. Der Grundgedanke einer Volkspartei mit breitem Spektrum seiner Mitglieder und derer Lebenswirklichkeit ist für ihn gerade in der Abgrenzung zu den Klientel- und Kaderparteien sowie den Protestsammlungen ein entscheidender Vorteil für die CDU. Dies müsse nicht nur im Wahlkampf wieder verstärkt dargestellt zu machen, auch um in der Unterscheidung zu den anderen politischen Parteien die Bürger zu überzeugen und für sich zu gewinnen. 

Nicht zuletzt aufgrund seiner politischen und beruflichen Sozialisation ist für ihn das Thema der Sozialen Sicherung ganz oben auf der persönlichen Agenda. Die Sicherung der Sozial-, Alters- und Gesundheitsvorsorge sei eine große Herausforderung, nicht zuletzt aufgrund der Corona- Pandemie und der daraus zu ziehenden Konsequenzen. Auch die Finanzierung und die Frage der Personalgewinnung sei hierbei essentiell. Klar bekannte sich Dr. Mayer zur Stellung der Krankenhäuser als Einrichtungen der Daseinsvorsorge in kommunaler Verantwortung und hinterfragte, inwieweit Gewinnmaximierung und Umsatzrendite das Gesundheitswesen zu Ungunsten der Bevölkerung bereits verändert hat.

Gerade im Wahlkreis Backnang- Schwäbisch Gmünd sieht er zudem das Thema „gutes Leben in Stzadt und Land“ als weiteres Top- Thema nicht nur im Wahlkampf. Hier spielten die Themen Bauen, Verkehrsplanung und zukunftsfähige Arbeitsplätze mit hinein. Ziel müsse es sein, durch die Förderung nachhaltiger Konzepte sowohl die Ballungszentren als auch die ländlichen Regionen lebens- und zukunftsfähig zu halten. Er sprach sich gegen eine ideologisch orientierte Verbots- und Zwangsbeglückungspolitik aus und ermahnte, die Fragen Individualverkehr und Wohnen technikoffen zu gestalten.  Dabei müsse unbedingt darauf geachtet werden, auch im ländlichen Raum eine gut Infrastruktur – Schulen, Kinderbetreuung, Freizeiteinrichtungen, Verwaltungen und so weiter – zu erhalten.

Ein weiterer Punkt sei weiterhin das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Zunächst gab er seiner Verwunderung Ausdruck, daß manche Politiker sich anmaßten, mehr zu wissen als alle Wissenschaftler und Ingenieure. Es sei für ihn wichtig, in diesem Punkt auf die Innovationsfreudigkeit und das Wissen der Fachleute in Wissenschaft, Bau und Industrie zu setzen um flexible, individuelle Lösungen für einen niedrigen CO2- Abdruck zu finden. Für ihn sind von oben zwangsverordnete Pauschalverbote das Gegenteil von nachhaltig und letztlich dem Umweltschutz abträglich. Weiterhin sprach er sich für eine größere Durchlässigkeit der Bildungsstrukturen und eine breitere, leichter zugänglichere Förderung von Forschung und Hochtechnologie aus.

Ähnlich sieht er die Aufgabe, Industrie, Handel und Handwerk zukunftssicher zu gestalten. Hier seien flexible Lösungen und Innovationen gefragt, die nicht nur hochqualifizierte Arbeit beschäftigt, sondern auch Geringqualifizierten gute und sichere Arbeitsplätze bietet. Dazu zählen für ihn nicht nur Unterstützungen wie kommunale Gründerzentren sondern auch eine Durchlässigkeit aller Berufsgruppen in den einzelnen Betrieben. Im Anschluß an seine Ausführungen ergab sich eine lebhafte und sehr interessante Diskussion mit den Anwesenden, die erst bei Anbruch der Dunkelheit durch den Stadtverbandsvorsitzenden Manuel Häußer beendet werden mußte.

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