BKZ Bürgerbarometer

Die Backnanger Kreiszeitung hat im Vorfeld der diesjährigen Gemeinderatswahlen eine repräsentative Umfrage zu verschiedenen Themen durchgeführt und die Backnangerinnen und Backnanger gefragt, was ihnen wichtig ist, was in der Stadt gut läuft und wo es Probleme gibt. Auch alle Parteien und Listen haben Gelegenheit bekommen ihre Positionen und Lösungsvorschläge vorzustellen. Gerne haben auch wir uns daran beteiligt. Lesen Sie hier unsere Standpunkte zu den verschiedenen Themenkomplexen.
  • I. Bauen und Wohnen

    Die Bevölkerung wächst allerorten. Wir möchten ein maßvolles Wachstum, das weitgehend ohne Bauland auf der „Grünen Wiese“ auskommt. Die Nachverdichtung muss sich in die bestehende Bebauung einfügen, mit viel Grün eine hohe Wohnqualität sichern, die Verkehrsinfrastruktur nicht überfordern und ausreichend eigene Parkplätze schaffen sowie Quartiersparkplätze für Besucher und Dienstleister wie Pflegedienste. Ansprechende Quartiersentwicklungen und nachbarschaftliche Interessen müssen über dem Interesse der Investoren stehen. Das Aufnahmevermögen von Schulen und Kindertagesstätten ist zu berücksichtigen und ausreichend Plätze vorzusehen. Die Städtische Wohnbau ist für den Sozialwohnungsbau zu stärken, Streichung von hohen Bauauflagen und Senkung der Grunderwerbsteuer würden das Wohnen verbilligen.Allgemein gilt es, auf den begrenzten Flächen möglichst viel Wohnraum zu schaffen – bei guter Wohnqualität. Das wird, ohne einzelne höhere Gebäude nur schwer realisierbar sein. Es gibt in Backnang seit Langem einige Beispiele, die zeigen wie auf wenig Fläche viel Wohnraum schnell entstehen kann. Sie liegen nahe leistungsfähiger Straßen, erzeugen keinen Verkehr in Wohnbereichen und prägen die Stadteingangssituation.

  • Verkehr

    Die Verkehrssituation in Backnang ist unbefriedigend. Viele Steigungen, die enge Bebauung und vor allem fehlende Verkehrsachsen zwischen Nord- und Südstadt erschweren eine Lösung. Auch die B14 im gegenwärtigen Zustand mit ihren Ampel-Staus taugt nicht immer als Ausweichroute. Derzeit behindern auch viele Baustellen den Verkehrsfluss. Eine intelligente, digitale Verkehrssteuerung könnte Abhilfe schaffen. Sie müsste ankommenden Verkehr bei einer überlasteten Innenstadt zur Umfahrung auf die B14 lenken. Ein noch enger getakteter ÖPNV würde zur Entspannung der Situation beitragen. Das Radwegenetz müssen wir kontinuierlich ausbauen zu einem durchgängigen Angebot. Die auf unsere Ideen hin veranlasste Planung der Mobilitätsdrehscheibe „Bahnhof Backnang“ wird das Radfahren wie auch die Benutzung des ÖPNV und das Car-Sharing attraktiver machen. Bei allem müssen wir auch die Bedürfnisse der älteren Generation beachten. In vielen Fällen geht es ohne Auto nicht (Arztbesuche, Einkaufen), deshalb bedarf es eines Verkehrskonzepts, welches ein Miteinander von Auto, ÖPNV, Radfahren und Fußgängern ermöglicht und den Luftreinhalteplan berücksichtigt.

  • Innenstadt/Einkaufen

    Um die Attraktivität der Innenstadt zu erhalten, sind ein hochwertiger Einzelhandel sowie gute Restaurants und Cafes, am besten mit Außengastronomie sehr wichtig. Den Wochenmarkt als einen der wichtigsten Anziehungspunkte müssen wir mit Aktionen weiter stärken. Für die Aufenthaltsqualität sind Straßenbeläge und -möblierungen wichtig. Wir unterstützen Maßnahmen zur optischen Aufwertung von Rathausvorplatz und Marktstraße. Im Siftshof ist Raum für weitere Veranstaltungen. Die Untere Marktstraße ist zusammen mit den Grundstückseignern aufzuwerten. Die geplante Stadtbrücke, eine Brücke zwischen Postgasse und Bleichwiese sowie die weitere Erschließung des Murrufers sind anzugehen. Darüber hinaus bedarf es ausreichend Sitzgelegenheiten, innenstadtnahe Grünflächen mit hoher Aufenthaltsqualität und Spielmöglichkeiten wie den Annonay-Garten. Ein vielfältiges Kulturangebot sowie innenstadtnahe Freizeitangebote wie eine Skaterbahn für die Jugend sind wünschenswert. Für Handel und Gastronomie müssen die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden um sich anzusiedeln, dabei soll die Stadt und das Stadtmarketing aktiv unterstützen.

  • Familienfreundlichkeit

    Wir müssen eine ausreichende Anzahl an Betreuungsplätzen in unseren Kindertagesstätten schaffen, um den Bedarf aller Familien abzudecken. Wichtig ist uns auch das Angebot an Tageseltern. Am besten sind passgenaue, flexible und wohnortnahe Angebote sowie eine verlässliche Betreuung in den Ferienzeiten. An allen Schulen sollte es genug Betreuungszeiten geben und die Schulsozialarbeit ist an den weiterführenden Schulen weiter auszubauen. Wir legen Wert auf eine gesunde Ernährung in unseren Einrichtungen. Oberstes Ziel ist eine hohe Qualität unserer Einrichtungen, denn sie sind wichtige Säulen der frühkindlichen Bildung, dazu gehört auch die Sprachförderung. Eine Gebührenbefreiung für alle kann sich Backnang unseres Erachtens nicht leisten, ohne zusätzliche Förderungen vom Land. Deshalb setzen wir darauf, dass das Land durch gesetzliche Regelungen die entsprechenden Rahmenbedingungen schafft. Wichtig für Familien sind auch Grünflächen und Spielplätze in der Stadt und den Stadtteilen. Unsere Vereine bieten viele Sport-, Kultur- und Freizeitangebote für Familien und alle Altersgruppen. Dabei müssen wir sie unterstützen mit Räumen und Flächen.

  • Sicherheit und Sauberkeit

    Derzeit ist die Situation am Bahnhofsareal im Gespräch, dort gibt es in der Tat dunkle, unattraktive Ecken, die wir durch Umgestaltungen langfristig heller und attraktiver gestalten wollen. Das würde das Sicherheitsgefühl verbessern, ebenso wie der zügige Ausbau der LED Straßenleuchten und eine gute Ausleuchtung aller Fußgängerüberwege. Eine personell und sachlich gut ausgestattete und im Stadtbild präsente Polizei ist für Prävention und Bekämpfung von Kriminalität - dazu gehört auch Vandalismus - unverzichtbar. Der städtische Ordnungsdienst muss weiter gestärkt werden. Insgesamt brauchen wir auch mehr Anstrengungen für die Vermeidung von Müll. Die Vorgabe beim Straßenfest auf Einweggeschirr zu verzichten ist ein guter Schritt, wir müssen aber noch mehr tun, um auf Plastik zu verzichten, das Mehrwegsystem voranzubringen sowie unerlaubte Müllablagerungen zu verhindern. Mancherorts fehlen noch Müllbehälter und auch Dog Stationen. Insgesamt muss noch mehr Bewusstsein zur Müllvermeidung geschaffen werden, am besten durch eine breite Mitwirkung der Bevölkerung und Verknüpfung der verschiedenen Ansätze und Projekte.

Sie haben weitere Fragen oder Anregungen? Kontaktieren Sie uns unter info@cdu-backnang.de

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